Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man DeepL einen Text reinschmeißt und beim Rauskopieren denkt: „Wow, das klingt tatsächlich fast menschlich (außer der eine Satz, der klingt wie Google Translate 2010 auf Koffein)?“ Ich hab neulich ein Rezept für französische Macarons übersetzt – englisch auf deutsch. Die Anleitung wollte plötzlich, dass ich „die Eier leicht einschüchtere“. Keine Ahnung, ob das jetzt ein spezieller Backtrick ist oder einfach DeepL im Halloween-Modus war... 👻
Was mich immer wieder fasziniert (und nein, ich hab kein tieferes Bedürfnis, einen Übersetzer zu heiraten), sind so diese subtilen Fails – also wenn der Ton komplett ins Bürokratische kippt oder ein Schimpfwort aus dem Originaltext mit einem halben Satz entschärft wird. "You screwed that up" wird auf einmal zu "Das haben Sie leider unvorteilhaft gestaltet". Sogar meine Oma würde sich da an den Kopf fassen.
So richtig ins Schwitzen kommt DeepL ja bei Slang und Wortspielen. Letztens in einem Tech-Forum in Spanien: Jemand schrieb „estás en la parra“ (bist neben der Spur). DeepL übersetzt: „Du bist auf dem Rebstock“... Klingt als hätte die Software ein Glas Rioja zu viel getrunken. Und dann gibt’s noch diese Momente, wo du denkst, der KI-Übersetzer nimmt dich auf den Arm. Im Japanischen zum Beispiel wird aus einer schlichten Entschuldigung manchmal ein Shakespeare-Drama.
Mal im Ernst: Ist ja alles nice für Alltag und E-Mails. Aber will ich einem KI-Übersetzer wirklich meine Liebesbriefe anvertrauen? Da steht dann am Ende „Ich empfinde tiefe Zuneigung für dich“, statt „Ich kann nicht aufhören, an dich zu denken“. Sehr romantisch, danke auch. Aber hey, vielleicht liegt’s auch einfach an mir… und am Algorithmus.